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Infinite Summer


30 Tage Challenge – Yoga #1

30 Tage Challenge – Yoga #1

Es klang so einfach. Jeden Tag eine halbe Stunde Yoga. Einen Monat lang. Die 30 Tages Challenge. Um ehrlich zu sein: Ich bin gescheitert. Bisher zumindestens. Denn bevor ich mich auf meine Reise begeben habe, habe ich bereits meine ersten Erfahrungen mit Yoga gesammelt.

Ich habe die Challenge vorher angefangen, um ein Feeling für Yoga zu bekommen und um zu wissen, was mich erwartet. Ich wollte schon vorher das Gefühl haben, dass Yoga keine Last ist, die mich begleitet, sondern eine Bereicherung meines neuen Reise-Alltages wird. Ein täglicher Lichtblick zwischen all den neuen Dingen. Ein Moment. Mein Moment der Ruhe und Entspannung.

Ändere deine Gedanken

Schon nach wenigen Tagen wurde aus „Yoga? Heute? Och nö!“ ein „Heute noch Yoga? Okay, 17 Uhr?“ Ich war nach kurzer Zeit sogar soweit, dass ich anfing, kurz nach dem Aufstehen bereits Yoga zu machen. Einfach aus dem Bett kriechend und die morgendliche Ruhe genießend. Ob ich 20 Minuten später mit meinen Aufgaben anfange oder mich die 20 Minuten vorher einfach noch etwas entspanne – es wurde plötzlich ein Unterschied.

Ich merkte richtig, wie gut es mir tat. Schon zum Mittag hin konnte ich sagen: „Ich habe heute schon Yoga gemacht!“ Auf die Bemerkung, dass ich für sowas scheinbar Zeit habe, fiel mir die Antwort „dafür nehme ich sie mir“ zunehmend leichter.

Zu sagen, man hat für etwas keine Zeit, ist für mich eine Farce. Denn ganz ehrlich: Warum hat man dafür keine Zeit? Was ist alles wichtiger, als das eigene Seelenwohl, das eigene Gleichgewicht und vor allem die eigene Entspannung? All die vielen Aufgaben? Wer sagt, dass du dir keine Pausen gönnen darfst? Dein Körper ist dein Leben. Kümmer dich um ihn. Nimm dir deine Auszeit. Gönn dir deinen Moment Entspannung. Dein Leben. Deine Zeit. Deine Entscheidung.

Überzeug dich selbst

Ich hatte Spaß an Yoga gewonnen. Nach so kurzer Zeit wollte ich es schon nicht mehr missen, weil ich so gut beobachten konnte, wie ich jeden Tag eine Figur besser halten konnte. Die ersten zwei Tage in Kuala Lumpur habe ich mein kleines Ritual auch noch weiter vorantreiben können. Aber dann kam der Reisestress. Die viele Planung. Die unzähligen Ortswechsel. Die vielen Eindrücke.

Ich wollte wirklich 30 Tage durchhalten. Ich wollte Yoga in meinen Tagesablauf integrieren. Jeden Tag denke ich daran, Yoga zu machen. Jeden Tag sehne ich mir so viel Struktur und Platz herbei, dass ich es in meinen Tag einfügen kann.

Ich habe dabei nur nicht abschätzen können, wie stark sich jeder Tag vom anderen unterscheidet und vor allem auch nicht, wie unterschiedlich die Unterkünfte sind, in denen wir unterkommen.

All die Ausreden … 

Manchmal gibt es Zimmer, in denen es so eng ist, dass man kaum treten kann. Kaum eine Chance, auf solch begrenztem Raum ordentlich Yoga machen zu können. Yoga braucht mehr als ein paar Zentimeter. Yoga braucht Raum. Entspannung braucht Ruhe.

Manchmal bin ich so vom Tag erschöpft, dass ich es abends nicht mehr schaffe, mich in meine Sportsachen zu werfen und Yoga zu machen. Auch wenn alles in mir schreit, dass ich es möchte. Und dann merke ich, dass ich scheinbar ein Yoga-Morgenmensch bin. So gern ich sonst abends Sport mache, so sehr tut es mir gut, morgens mit Yoga frisch und relaxt in den Tag zu starten.

Manchmal verfliegt der Morgen so schnell, wie er aus der Nacht hereingebrochen ist. Manchmal ziehen die Abende so schnell an mir vorbei, dass es schon wieder Nacht wird. Und nebenbei sitzt Yoga einsam am Strand und schaut den Wellen zu. It could have been … 

Manchmal gibt es Tage, an denen ich es schaffe, Yoga zu machen – morgens oder abends, aber nicht täglich. So gern ich möchte. Aber dann gibt es eben diese Traveldays, an denen einfach keine Zeit bleibt, zwischen Frühstück, Packen und Weiterreisen auch noch Yoga zu machen. Denn ja, früh ins Bett zu gehen, das schaff ich leider immer noch nicht. Und das nervt. Aber früh aufstehen und ich, wir waren wiederum auch noch nie Freunde … schwierig!

Manchmal ist mein schlechtes Gewissen immens, auch wenn ich mich den ganzen Tag über bewegt habe. Dann wünschte ich, ich hätte noch die Kraft. Denn wenn Yoga mir ein Gefühl gibt, dann dieses großartige danach. Die Sucht danach? Mindestens genauso verlockend wie Schokolade.

Manchmal hätte ich gern mehr Stunden, mehr Platz, mehr Zeit.

Denn Yoga und ich, wir können echt Freunde werden! 

2 comments

  • Pia & Cris von Travelling-Planet.de

    September 18, 2016

    Hi Linda, wir kämpfen auch gerade mit unserer Yoga-Disziplin und können eigentlich jede Zeile unterschreiben. Wir reisen gezielt langsam, halten uns auch mal gerne 3-4 Wochen an einem Art auf, um wieder einen richtig Alltag und Strukturen entwickeln zu können. In Malaysia können wir sicher deine Langkawi und Penang Artikel super gut gebrauchen. 🖒danke🖒

    Liebe Grüße
    Pia & Cris

    • Linda

      Linda

      September 26, 2016

      Wie war denn euer Plan? 🙂

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