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Infinite Summer


Kein Leben ohne Sport!

Kein Leben ohne Sport!

Dein Rücken kribbelt, du bist verspannt und nervös. Ein Indikator dafür, dass es dringend Zeit wird, Sport zu treiben! Zumindestens zeigt mir mein Körper durch diese deutlichen Anzeichen, dass er definitiv mehr Bewegung zum Ausgleich braucht. Ob es nur ein Spaziergang an der frischen Luft ist oder wirklich Sport – das sei jedem selbst überlassen. Für mich ist Sport treiben allerdings essentiell, mehr als das sogar! Sport gehört für mich zu einem gesunden ausgewogenen Leben dazu wie frische Luft und gesundes Essen! Sobald ich einmal zu wenig Zeit für Sport einplane, rächt sich mein Körper im Gegenzug.

Wie schwer fiel es mir daher, einen passenden Sport-Ersatz zu finden, als ich mir beim Tennis spielen meinen Arm verletzt habe. Monatelang hatte ich Schmerzen im linken Unterarm. An Volleyball, Tennis oder gar Reiten – meine drei Lieblingssportarten – war nicht mehr zu denken. Für mich brach eine Welt zusammen. Denn ich liebe Sport, bei dem ich nicht merke, dass ich Sport mache!

Die Hass-Liebe des Laufens

Eine harte Zeit brach an, mir fiel im Grunde bis auf Laufen keine Sportart ein, bei der man nicht beide Arm belasten muss. Die Hanteln konnte ich sowieso vergessen. Tschüss Bizeps, tschüss Trizeps, war nett euch gekannt zu haben. Und Laufen? Ganz ehrlich? Langweiliger geht es doch nicht, als stupide vor sich herzuhecheln. Mit der Kondition eines dicken Elefanten kein Zuckerschlecken. Wie ich eine aktive Stunde Tennis oder eine anstrengende Reitstunde bisher durchgehalten habe? Ist mir auch ein Rätsel. Muss ich wohl vergessen haben.

Gut. Also. Laufen und so. Großartig. Jedes Mal ein einziger Kampf mit mir selbst. Zu Schulzeiten habe ich lieber eine 6 kassiert, als 2000m durchzulaufen oder dabei hechelnd bei 30 Grad zu sterben. Mittlerweile kann ich 5 km am Stück laufen und lache jedes Mal über die 2 km. Aber nicht immer. Es gibt auch Tage, an denen ich mit mir kämpfe. Vor allem gibt es viele Tage, an denen ich Ausreden suche, um nicht zu laufen. Oder es gibt diese Tage, an denen ich die ganze Zeit damit beschäftigt bin, das Laufen zu verfluchen. So richtig genossen habe ich es noch nie. Es war und ist immer nur Mittel zum Zweck: Bewegung.

Egal, ob ich dabei das Vogel zwitschern genossen habe, einem Hörbuch gelauscht habe oder mir fancy Sport-Motivationsmusik zugelegt habe – nichts half. Meine Muskeln waren nicht dieselben, die Beine nicht so straff wie vom Tennis oder gar Reiten, die Arme nicht so muskulös wie von den Hanteln. Egal, was ich tat, keine Sportart war so befriedigend, so befreiend wie all die vielen Stunden zuvor, in denen ich die Welt um mich vergessen hatte.

Zeit zum Umdenken

Mein Arm hörte nicht auf zu schmerzen, zumindestens nicht in dem Maße, dass ich schmerzfrei durch den Alltag kam. Ein Sixpack Wasser tragen? Nur gegen die Schmerzen danach. Die Strafe für unsittliches Verhalten sozusagen. Ich fing nicht nur an, mir die Zähne mit rechts zu putzen, sondern auch alle möglichen Dinge umzudenken. Unzählige Male saß ich auf dem Boden, um eine Flasche zu öffnen. Ich fand es so lächerlich. Irgendwann saß ich da und konnte nur noch hysterisch lachen. So soll mein Leben aussehen?

Mehrere Orthopäden später: Elle zu kurz. Das wäre der Grund. Komisch, dass ich davon mein ganzes Leben nichts gemerkt habe. So viele Sportarten gespielt habe, die allesamt auf meinen linken dominanten Arm gingen und ach, hey, mit dem Arm schreib ich doch auch noch … Und jetzt soll das plötzlich der Grund sein?

Ich war und bin damit nicht zufrieden, ich weiß nur, dass ich mein Leben nicht mit dieser Einschränkung leben will und lieber peu à peu die Marotten wieder ablege und den Arm belaste. Er ist ja schließlich nicht gebrochen und ich kein Bauarbeiter, der Tag ein Tag aus harte körperliche Arbeit vollführt.

Von links nach rechts

Weswegen ich meinem Leben den Kampf angesagt habe. So konnte es nicht weitergehen. Definitiv lasse ich mich davon nicht weiter so beeinträchtigen! Seit dem ich meinem Arm das beigebracht habe, geht es ihm besser. Verrückterweise. Das Sixpack Wasser trage ich trotzdem mit rechts. Dafür habe ich allerdings auch angefangen, mit rechts Tennis zu spielen. Monatelang habe ich mich gefragt, wie ich das bitte motorisch hinbekommen soll. Schließlich habe ich jahrelang auf links gespielt und plötzlich soll es mit der anderen Seite gehen? Ich hatte Alpträume. Wollte es schon lassen. Wäre sowieso eine Farce. Würde eh nicht klappen.

Und dann hab ich es probiert. Entgegen jeglicher Erwartungen ging es. Richtig gut sogar. Lag vielleicht aber auch an dem Feuer und der Leidenschaft, die ich für diesen Sport entwickelt habe. Ich vergesse dabei die Zeit. Weil es mir solchen Spaß macht! Ich bin einfach ganz bei mir, tief drin, völlig fokussiert. Es gibt nur den Ball und mich. Je öfter ich den Ball traf, je präziser meine Schläge wurden, umso mehr wusste ich, es war die richtige Entscheidung.

Reiß die Grenze nieder, sie ist nur in deinem Kopf

Du kannst umdenken, dich verrenken … oder einfach neue Wege gehen, neue Dinge ausprobieren. Verrückt ist, wenn du sogar dein Gehirn einfach wieder umtrainierst. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass das so einfach geht. Nicht, wenn man schon eine Weile all die Bewegungen mit der anderen Seite so verinnerlicht hat. Aber es geht.

Das Wichtigste hierbei ist nur, dass du an dich glaubst. Dass es du dir nichts sehnlicher wünscht, als wieder dieses Feuer zu spüren, die Zeit und die Welt um dich herum zu vergessen. Du kannst eins werden. So wie früher. Du musst es mehr als wollen. Denn wollen allein reicht nicht. Dein Wunsch muss stärker sein.

Wenn du merkst, dass Alternativen nicht helfen, dir nicht das zurückgeben, was du von früher kennst, was du erwartest, dann ist es Zeit, weiterzugehen und nicht nur umzudenken, sondern Lösungen finden. Es hat mich viele Monate gekostet, mir viel Frustration bereitet, bis ich endlich so mutig war, es zu probieren. Und das ist definitiv das Schwierigste. Du musst an den Punkt kommen, an dem du über dein Denken hinausgehst. Du kennst das Ziel. Du musst nur mutig genug sein, den ersten Schritt zu wagen.

Verlier das Ziel nicht

Wenn du dabei anfangs scheiterst, ist es auch okay. Dass ich gleich so einen guten Einstieg hatte, liegt vielleicht daran, dass ich mir es monatelang vorgestellt habe. Fürchtest du dich mehr vor dem Scheitern als vor dem Erfolg, dann bist du vielleicht noch nicht so weit. Dann geh allerdings in dich und beobachte dich selber, bist du zufrieden damit, es nie probiert zu haben? Ich glaube nicht. Du weißt, wie gut Bewegung tut. Du sehnst dich nach dem Adrenalin-Rausch, der dich danach beflügelt.

Es ist dein Schweinehund, der dich davon abhält. Und die Aussicht, dass du scheiterst. Aber das wirst du nicht. Es dauert vielleicht nur länger. Wichtig ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Bewegung ist Balsam für unsere Seele – genau wie frische Luft und Sonnenschein.

Vergiss das nicht, vor allem nicht das Gefühl danach. Das ist mehr wert als jede Angst.

Sport ist Balsam …
für deine Seele!

 

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