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Infinite Summer


Sport und ich – 30 Tage Challenge!

Sport und ich – 30 Tage Challenge!

Sport und ich, wir standen schon zu Schulzeiten auf Kriegsfuß. Warum weiß ich bis heute nicht. Vielleicht weil es anstrengend ist. Vielleicht weil man schwitzt. Vielleicht weil nichts so gut ist wie das Pudding-Land. Bewegung stand für mich nicht auf der Tagesordnung. Ein Spaziergang? Eine Seltenheit. An einen Sportverein wurde keine Sekunde gedacht. Das war bei uns nicht so auf dem Dorf. Viel cooler fand ich es, Zuhause zu sitzen, Pokémon zu gucken/spielen, Bücher zu lesen und dabei Dany Sahne Pudding zu schaufeln. Mhhh …

Der Ausbruch aus dem Pudding-Land

Je älter ich wurde, umso weniger genoss ich es, an der frischen Luft und in der Natur zu sein. Bis heute ist mir der Wendepunkt ein Rätsel. Vielleicht fing es damals an, als ich meine Leidenschaft für’s Reiten entdeckte. Tiere waren für mich schon immer angenehmer als Menschen. In sich gekehrt, selbstzufrieden und ruhig gaben auch sie mir das Gefühl, das bei ihnen die Welt in Ordnung war. Nichts brachte mich so sehr herunter wie eine Stunde auf dem Rücken eines Pferdes. Nirgendwo konnte ich so abschalten wie im Reitstall.

Der Geruch von frischem Stroh in der Nase, die Wärme des Pferdes, das leise Schnauben, das die Stille durchbricht … Kindheit. Bist du vorher noch geladen, kannst du danach tiefenentspannt sein. Reiten ist für mich Magie. Die frische Luft, die Wärme und Liebe eines Tieres, die Idylle und Ruhe – mein Ort der inneren Ruhe. Kein Sport erfüllte mich mit solch einer Zufriedenheit.

Trotz dessen wurde ich nie eines dieser typischen Reitermädels, die ihr ganzes Leben fortan nur noch im Reitstall verbrachten und ihr eigenes Pony geschenkt bekamen. Das hat sich bis heute nicht geändert. Dafür habe ich allerdings schon früh lernen können, wie gut es mir tut, mich in der Natur auszupowern und meine innere Ruhe wiederzufinden.

Mit sich im Reinen und vor allem Gleichgewicht zu sein ist immer mein Ziel. Und oft, muss ich gestehen, fällt auch mir es schwer. Es verstreichen genug Tage, an denen ich daran denke, mich um mich selbst zu kümmern und es dann doch nicht tue, weil mir unzählige Dinge in den Weg kommen.

Adé Unzufriedenheit, hallo Ausgeglichenheit!

Was ist daraus lerne? Das auch das nicht gut tut. Je länger ich keinen Sport treibe, umso unausgeglichener und unzufriedener werde ich. Es gibt Tage, an denen ich mich richtig zwingen muss, mehr als nur einen Spaziergang in meinen Tag einzubauen. Nicht, weil ich es nicht möchte, sondern eher, weil ich jeden Tag ein Stück mehr vergesse, wie gut es tut, wie befreiend es ist, wie entlastend es sein kann und wie sehr es dem Seelenwohl gut tut.

Da ich oft den Ort wechsel, mal hier, mal dort bin, kommt es vor, dass ich monatelang nicht Reiten gehen oder Tennis spielen kann. Nicht, weil ich nicht möchte, sondern weil es sich nicht mehr so einfach realisieren lässt.

Seinen eigenen Sport zu finden, ist gut. Einen Sport zu finden, den man überall auf der Welt zur Entspannung und Entlastung machen kann? Ideal! Für mich war das Laufen daher mein neuer Sport, dem ich überall nachgehen kann. Morgen hier, morgen dort. Die Laufschuhe und -sachen sind schnell eingepackt.

Nur was ist, wenn es viel zu warm ist? Wann läuft man dann? Morgens, wenn alles noch friedlich schläft? Für mich unvorstellbar, vor 8 Uhr komm ich selten aus dem Bett gekrochen. Abends, wenn es langsam wieder kühler, aber auch dunkler wird? Für mich unvorstellbar, schließlich bin ich doch erschöpft vom Tag. Vielleicht sind das auch alles wieder nur die altbekannten Ausreden

Der passende Sport

Den richtigen Ort zu finden, kann schon ein Problem darstellen. Aber was ist, wenn sich die Orte permanent ändern? Dann hilft nur die Routine. Eine Zeit, die jeden Tag für einen bestimmten Sport freigehalten wird. Ein Moment am Tag der nur dem Auspowern, dem Befreien und vor allem dem Erholen dient. Ein Sport, der überall möglich ist und gleichzeitig die innere Gelassenheit fördert. Den muss ich finden!

Denn Joggen … ganz ehrlich? In richtig warmen Ländern, die ich ja bekanntermaßen den kalten vorziehe? Ein Versuch wird es mir wert sein. Mein früheres Ich hat nämlich schon 2008 davon geträumt, in Kalifornien am Strand entlang zu joggen. Dass ich bis dahin nie wirklich gejoggt war, lassen wir hierbei mal außen vor – haha. Gut, also. Ich werde es ausprobieren und berichten.

Finde deine innere Mitte, ooohm.

Wie wär’s mit Yoga? Ein Sport, den ich immer belächelt habe, weil … Sport? Yoga? Sport? Also ich bitte dich. Das kannst du nicht ernst meinen. Das bisschen Rumgedehne ist doch kein Sport. Davon wirst du höchstens gelenkig, aber trainiert? Kann ich mir nicht vorstellen.

Yoga könnte wiederum aber mein Einstieg sein, mich überall auf der Welt sportlich zu betätigen. Egal, wo ich bin, gibt es Möglichkeiten. Wäre ich in Bali nicht noch lächelnd an all den vielen Yoga Schildern vorbeigelaufen, könnte ich jetzt schon die Königin des Yogas sein. Die Ooohm-Königin sozusagen. Gelenkig bis zum Baum. Oder wie auch immer all die fancy Verrenkungsposen heißen.

Aber gut, ich wäre nicht ich, wenn ich nicht gern neue Dinge ausprobieren würde. Yoga soll der Seele gut tun und gedehnt wäre ich doch gern ein wenig mehr. Wird ja mit dem Alter immer schlimmer! Und gut fühlen? Das will ich mich sowieso.

Challenge accepted!

Ich suche: Einen Sport, der mich trainiert, beruhigt, zufriedenstellt. Überall auf der Welt.

Meine Mission: Let’s try Yoga. For 30 friggin‘ days!

Mein Ziel: Ein neues Verhalten aufbauen, denn eine Verhaltensänderung lässt sich bekanntermaßen am einfachsten durchführen, wenn man sich hierfür mindestens 30 Tage Zeit nimmt. Kurzum, ein vorgenommenes Verhalten einen Monat täglich erprobt. Mein Durchhaltevermögen ist ein Arschloch. Das wird ein Kampf sag ich euch. Wenn ich nämlich keine Lust habe, dann bin ich die Erste, die das Tuch wirft. Nicht weil ich ein Feigling bin, sondern eher, weil es sicher noch was Geileres gibt … Oh ja, das gibt es. Aber dieses Mal, dieses Mal wird alles anders. Da ich auf Reise gehe und sicher nicht meine Tennis-Profi-Karriere fortsetzen werde oder anfange auf Elefanten Kunststücke zu trainieren, muss ich stärker sein als mein innerer Schweinehund.

Allein ist es aber auch ein wenig langweilig, wer ist dabei? Wer will mit mir „kämpfen“? Ein neues Verhalten aufbauen? Mit mir herausfinden, ob Yoga wirklich so fancy ist, dass alle Welt darauf fliegt. Irgendetwas muss es haben. Lasst es uns herausfinden! Egal wo, egal wie, nur lasst es uns tun – jeden Tag.

Offizieller Start: 24. August. Buuuuh ja!

4 comments

  • Urs

    August 23, 2016

    Unglaublich, wo nimmst du die inspiration her so zu schreiben? macht einfach spass deine Zeilen zu lesen…ist wie Yoga für‘ s Gehirn 😉
    wobei ja morgen du deine Yoga- challange beginnst. Da bin ich ja gespannt ob dir die neue Tiefenentspannung gefällt. Ich habs mal versucht. Ist zu Beginn sehr schweisstreibend.
    Viel Spass
    Urs

    • Linda

      Linda

      August 23, 2016

      Oooh, danke 🙂 Ich bin sehr gespannt und hoffe, es bringt mich runter!

  • Helena

    August 24, 2016

    da musst du wohl ohne mich starten, ich steige dann einen Tag später ein 🙂

    • Linda

      Linda

      August 24, 2016

      Beweg dich lieber 😀

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