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Infinite Summer


Der Wahnsinn nach dem Reisen

Der Wahnsinn nach dem Reisen

Von einer Reise zurückzukommen ist ein eigener Abschnitt des Lebens. Ein bisschen Wahnsinn. Die Zeit danach gehört nicht mehr zur Reise, aber auch nicht zu deinem Alltag. Du bist irgendwo dazwischen gefangen. Weißt nicht ganz, wo du plötzlich wieder stehst, wie du funktionieren sollst, wie die Welt sich dreht. Gefangen im Entdeckermodus  verlangt das Leben am Ende deiner Reise, dass du wieder in deinen Alltag abtauchst. Aber du kannst nicht. Du stehst völlig neben dir. Fühlst dich, als wärest du in einer Blase gefangen. Als wärest du in einer Parallelwelt und würdest dir selber zusehen, wie du an altbekannten Dingen scheiterst.

Warum es nicht so einfach ist, wieder nach Hause zu kommen? Weil es so viele kleine Hindernisse gibt, über die du stolperst, ohne dass du es willst.

Der Jetlag

Auch wenn du schon so schlau warst, die Zeit im Flugzeug auf die Deutsche einzustellen, so trifft dich doch der Jetlag und tritt hart mit dir ins Gericht. Du wachst um 4am auf. Und hast Hunger. Frühstück wäre jetzt toll. Oder doch gleich Mittag? Wie du es auch drehst, du solltest schlafen. Wenn das nur so leicht wäre, wie es klingt …

Am Flughafen

Das Klima

Von 35 Grad auf 10 Grad. Wenn du im Sommer verreist und die Jahreszeiten sich ohne dich ändern, kann es leicht passieren, dass du mit fiesen Temperaturunterschieden kämpfen musst. Nicht, weil du es willst, sondern weil die Welt sich auch ohne dich weiterdreht. Leider. Denn ginge es nach dir, hättest du lieber das ganze Jahr Sommer, Sonne und Meer!

Palme am Strand

Da das aber (noch) nicht geht, bibberst du. Denn ich schwöre, 25 Grad Unterschied können manchmal wie 50 Grad Unterschied sein. Du frierst. Sehr. Und keiner versteht es. Komm’ klar. Ist doch voll warm. Nein, ist es nicht. Du bist besonders empfindlich und das macht deine Rückkehr nicht gerade leichter … Und wenn es dann noch regnet, überlegst du nicht lange, dir deinen Rucksack zu schnappen und ins nächste Flugzeug zu springen! Man muss ja Träume haben.

Touristeninformation

Die Menschen

Während du mit deinem Schlafmangel und der Kälte kämpfst, wirst du nicht um dein Umfeld herumkommen. Denn auch wenn du auf Reisen warst, deine Familie und Freunde haben ihr Leben weitergelebt. Und vertrau mir, wenn sie eins tun, dann ist es, nun an dir zu zehren. Denn sie denken: Du bist wieder da, los geht’s.

Schulkinder am Zaun

Was hältst du von X? Wie wäre es mit Y? Kannst du mal Z? Ach ja. Und das. Und das. Und das. Und du, du bist völlig überfordert. Müde. Kalt. Chaos. Geht weg.

Tricycle auf den Philippinen

Die Preise

Hast du es geschafft, all deinen neuen Verpflichtungen zu entkommen, stehst du fassungslos im Supermarkt oder im Café. Bist du es gewohnt, 1-2 Euro für dein Essen zu bezahlen, überlegst du nun, ohnmächtig zu werden oder gar zu verhungern. Sich einen Kaffee für 3,50 Euro zu gönnen? Wer ist denn so wahnsinnig? Oh Asien, wie günstig warst du …

Instantnudeln

Das Essen

Bist du deiner Ohnmacht entflohen und hast einen Ort gefunden, der mit dir ein wenig in der Vergangenheit schwelgen möchte, wirst du merken, dass Asien Asien bleibt. Das Essen schmeckt längst nicht so authentisch, wie du es kennengelernt hast. Und vor allem gibt es plötzlich keine Garküchen mehr.

Garküchenmami

Wer kommt denn auf die Idee? Wie sehr fehlt es dir, innerhalb von 10 Minuten ein frisches und vor allem günstig leckeres Essen kredenzt zu bekommen? Du schwelgst in Erinnerungen. Oh, wie schön war es …

Frischer Fisch am Strand

∞ ∞ ∞

Wie du nach all den vielen Steinchen auf deinem eigentlich altbekannten Weg wieder auf dein Leben klarkommen kannst? Zieh dir die Decke über den Kopf und versteck dich. Das ist die beste Lösung. Oder zumindestens solange, bis die Lethargie des Wahnsinns dich wieder verlassen hat.

Es ist okay, wenn du verwirrt bist. Ich bin es auch. Und gerade weiß ich nicht, wann ich mich wieder an mein Leben gewöhnt habe. Wann wieder alles normal wird und die Erinnerung verblasst. Oder ich vielleicht doch ins Garküchen-Imperium einsteige …

Garküche

Oh liebes Reisen, du bist anstrengend, aber du fehlst auch! An deiner Seite war es aufregend – so kuschlig warm, so inspirierend, so anders. Kannst du dich vielleicht doch nochmal an mich kuscheln und mir ein paar Geschichten erzählen? Von mir, dir und der Welt? Das wäre toll. Danke! Und wenn nicht, versprich mir, dass wir uns bald wiedersehen, okay?

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