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Infinite Summer


Das geheime Juwel Malaysias: Pangkor

Das geheime Juwel Malaysias: Pangkor

Fernab des Tourismus lassen sich noch Schätze entdecken. Die Insel Pangkor an der Westküste Malaysias zählt hier definitiv dazu. Hier gibt es noch das Gefühl, das Land Malaysia und seine Einwohner, die Malayen, hautnah erleben zu können. Ein kleines Stückchen Erde, mit vielen Palmen und wilden Affen, das sich zu entdecken lohnt! Zeit abzutauchen 🙂

Strand von Pangkor

Anreise

Am einem erstaunlich warmen Morgen zog es uns bereits zur früher Stunde zum Busbahnhof in den Cameron Highlands. Unser Ziel? Die Insel Pangkor im Westen Malaysias. Nach nicht einmal 24 Stunden hatten wir bereits den Kälte-Koller. Die Sehnsucht nach Strand und Sonne und vor allem Wärme waren immens. Ich war schon immer ein Sommerkind, Regen und Kühle müssen einfach nicht sein. Auch wenn ich es vorher wusste, war mein einziger Wunsch, schnell wieder zu gehen. Da die Anreise zur Insel Tioman leider so beschwerlich war, entschieden wir uns für die Insel Pangkor.

Blick über Pangkor

Statt einer mehr als zwölf(!) stündigen Fahrt lagen nun – mal wieder – sechs Stunden vor uns. Mit dem Bus ging es gegen 8 Uhr in zwei Stunden für 21,30 MYR (4,70 Euro) nach Ipoh. Unsere Weiterfahrt erfolgte in erstaunlichen 20 Minuten. Denn auch wenn ein Schalter einen Bus um 12 Uhr angeboten hat, fanden wir einen Schalter mit einem Bus um 10:30 Uhr – für 11 MYR (2,40 Euro) in Richtung Lumut. Nach einer erneut zweistündigen Fahrt fing man uns auch bereits in Lumut ab und manövrierte uns auf die Fähre. 10 MYR (2,20 Euro) ärmer und gerade einmal fünf Minuten später setzten wir mit der Fähre auf die Insel Pangkor über. Die Fahrt dauerte knapp 30 Minuten. Im Preis inkludiert war bereits die Rückfahrt. Hebt euer Ticket daher unbedingt sicher auf!  Straße auf Pangkor

Nach einer 15 minütigen Taxifahrt für 15 MYR standen wir – völlig entspannt und über den unkomplizierten Trip erstaunt – bereits vor unserer Unterkunft und konnten einchecken. Yeah! So lob ich mir das.

Unterkunft

Als unsere Reise in Kuala Lumpur begann, hatten wir bereits überlegt, ob wir unser Abenteuer auf Pangkor beginnen sollten. Da uns aber auf Grund mehrerer Empfehlungen nur eine Unterkunft – das Nipah Guesthouse – zusagte und diese bereits ausgebucht war, ließen wir es sein. Bei unserem letzten Stopp und unseren letzten Tagen gingen wir es erneut an. Wieder sollte das Nipah Guesthouse auf Pangkor ausgebucht sein … Wie kann das nur sein?

Nipah Guesthouse Front

Aber dieses Mal ließ ich mich nicht unterkriegen und rief von unserem Hostel in den Cameron Highlands einfach selber an. Statt einem Telefonat kam nur eine SMS zurück, in der darum gebeten wurde, die Unterkunft per eMail zu kontaktieren. Gesagt. Getan. Nach wenigen Stunden hatten wir ein kleines Chalet reserviert, das sogar bezahlbar war. Überglücklich beschrieb es nicht annähernd, so sehr hatte ich Lust auf diese Unterkunft.

Nipah Guesthouse Häuschen

So ein hübscher Ort. Als wir ankamen, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es war noch viel gemütlicher und familiärer und vor allem liebevoller gestaltet, als man es von den Photos her vermuten konnte. Kein Wunder, dass die Unterkunft mit einer 9,2 von 10 bei TripAdvisor bewertet wurde. Denn hier gab es nicht nur die schönste und gepflegteste kleine Anlage mit Pool und Hängematten, sondern auch DIY Frühstück und Strand um die Ecke!

Nipah Guesthouse Blick von innen

Bis 10:30 Uhr konnte man sich sein eigenes Frühstück zaubern. Ob Toast, Pancakes, Eier, Würstchen, Bananenkuchen, Kaffee und Tee oder einfach nur Obst – für jeden kleinen oder großen Hunger war etwas dabei. Da ich aber genug von ungesunden Pancakes hatte (auch wenn sie so lecker sind) und man von Obst bekanntermaßen nicht so satt wird, sah mein weiteres Frühstück ein wenig anders aus.

Semi Lemak auf Pangkor

Auf meiner Suche fand ich Quaker Oatmeal, Milch, Honig und gefühlt den einzigen Joghurt auf der Insel. Und dazu ganz viel Wassermelone und Saft. Muss ja keiner wissen, dass die Straße runter an einem Tag plötzlich Nasi Lemak im Bananenblatt und leckerschmecker Peanutbutter-Mais-Pancakes rumschwirrten … ehem, mhhhh. Man kann ja gut anfangen!

Reisezeit / WLAN

Wir waren Anfang September dort. Neben vielen Wolken hatten wir auch zwei schöne sonnige Tage. Lediglich einen Abend samt Nacht hat es stark geregnet. Tagsüber allerdings nie. Öffentliches WLAN fanden wir keins, dafür hatten wir aber relativ stabiles Internet in unserer Unterkunft, dem Nipah Guesthouse.

Affen auf den Straßen Pangkors

Was kann man auf Pangkor erleben?

Wir kamen an einem Mittwoch an und waren die einzigen Touristen. Wir fielen auf wie bunte Hunde. Dazu noch blond. Und halb am Verhungern, weil kaum eine Garküche geöffnet hatte. Die Straßen waren wie leer gefegt. Angeblich sollte sich dies am Wochenende ändern. Vor allem an diesem Wochenende im September, wenn die Ferienzeit in Malaysia beginnt. Wir hatten unsere Unterkunft, das Nipah Guesthouse, für 4 Nächte buchen können, danach war bereits alles ausgebucht. Abenteuer Roller über die Insel Pangkor

Da uns das Wetter nicht mit blauem Himmel und endlosem Sonnenschein begrüßte, mieteten wir uns am nächsten Tag einen Roller. Nachdem wir alle Unterkünfte abgeklappert hatten, fanden wir im Fisherman’s Joe die Erlösung: Einen Roller für 30 MYR (6,60 Euro) statt 40 MYR (8,80 Euro). Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Oder das Wissen, dass man für 10 MYR ein ganzes Essen und einen frisch gepressten Saft bekommen kann. Eine ganze Mahlzeit haben oder nicht 🙂

Abenteuer mit dem Roller auf Pangkor

Die Insel bestand nur aus einer Straße. Unsere Mission war daher ganz einfach. Wir wollten die gesamte Insel einmal umrunden. Nachdem wir uns eingefahren, die Tankstelle gefunden und die Supermärkte bzw. Mini-Mini-Markets ausgiebigst inspiziert hatten, waren wir auch schon wieder fertig …

Leere Straßen auf Pangkor

Mit vielen Leckereien, die munter am Roller vor sich herbaumelten, verschlug es uns zurück nach Teluk Nipah. Von unserer Unterkunft, dem Nipah Guesthouse, ist man zu Fuß in 5 Minuten an der Hauptstraße und am Nipah Beach und in 10 Minuten am Coral Beach. Strand von Pangkor

Nach unserem 24 stündigen Roller-Abenteuer, welches vollkommen ausreicht, um sich einen Überblick über die Insel zu verschaffen, zog es uns die restliche Zeit nur noch an den Strand oder in die Garküchen, die von Tag zu Tag mehr wurden.

Jetty Hafen auf Pangkor

Je mehr wir uns dem Wochenende näherten, umso mehr konnten wir beobachten, wie der noch dezente Tourismus die Insel überschwappte. Waren wir anfangs noch allein, so fanden wir uns Samstagabend auf einer lebendigen Straße voller Menschen und mussten sogar in unserer liebgewonnenen Garküche eine Weile auf das Essen warten.

Garküche in Pangkor

Dafür kamen aus dem Nichts aber auch so viele neue Garküchen und kleine Geschäfte, die unser Herz begeisterten. Beispielsweise der Bananen-Mann oder die Pancakes-Buddys, die die wirklich leckersten Peanutbutter-Pancakes mit Mais(!) für gerade einmal 13cent verkauften. Die Mischung klang total pervers und verdammt, sie war sooo sooo lecker, dass wir vor dem Essen einen mitnahmen und nach dem Essen erneut einen wollten.

Pancakes auf Pangkor

Wir haben selten sooo ein leckere Nudelsuppe gegessen wie auf Pangkor! Ein Gaumenschmaus vom Feinsten ♥

Nudelsuppe in der Garküche auf Pangkor

Neben all dem leckeren Essen trafen wir aber auch so viele freundliche Einheimische. So viele Begrüßungen. So viele kleine Gespräche. So viel Herzlichkeit. Auf Pangkor spürt man noch das wahre Leben. Pangkor ist die kleine Perle im Ozean des Tourismus. Blick über Pangkor

Auch wenn hier bereits einige Boots- oder Dschungeltouren angeboten werden, am Strand bist du noch fast allein, mit Affen, die ab und zu vorbeischauen, um dir dein Essen stibitzen zu wollen und auch in den Garküchen fliegen dir noch nicht die feschesten Speisekarten um die Ohren. Hier gibt es Bilder. Oder deinen Wunsch. Egal, was du möchtest, du wirst es bekommen. Vor allem frischen Fisch.

Schaukel am Strand von Pangkor

Und der Rest?

  • Roller mieten und die Insel auf eigene Faust entdecken
  • Quadtour durch den Dschungel für 80 MYR (17,60)
  • Bootstour zur großen Insel Pangkor Laut
  • Inselhopping

Sonnenuntergang auf Pangkor

Abreise aus Pangkor

Mit einem vollgepackten Rucksack und einem Gefühl der Wehmut machten wir uns am Sonntagmittag wieder auf den Weg. Da wir bereits unser Rückfahrt-Ticket für die Fähre besaßen, fuhren wir entspannt mit dem rosafarbenen Taxi zum Fährhafen. Keine 10 Minuten später saßen wir bereits wieder auf einer der Fähren, die im ungefähr 30 minütigen Takt verkehren. Dieses Mal war alles anders. Dieses Mal war sogar Leben auf den Fähren. Kein Vergleich zu der Hinfahrt, als man die Menschen noch an einer Hand abzählen konnte.

Affen auf Pangkor

In Lumut angekommen, war es unser Plan, die 15-20 MYR Taxifahrt nach Sitiawan zu sparen und den lokalen Bus für 2 MYR auszumachen. Wir fanden ihn lange nicht. Keiner wusste genau, wo er fährt, noch wann er fährt. Entweder er findet dich oder du findest ihn. Ein Einheimischer empfahl uns, ihn über UBER zu buchen, damit er uns einfach fahren könnte. Denn ja, UBER hat nicht nur bis nach Penang geschafft, sondern auch nach Lumut/Pangkor. Abgefahren. Da wir aber kein Internet und Geld hatten, warteten wir lieber. In der Hoffnung, der blaue Bus käme rechtzeitig.

Boot im Sonnenuntergang auf Pangkor

Eine Frau aus einem der kleinen Läden gab uns schlussendlich den goldenen Tipp. Es gäbe zwar einen direkten Bus, aber man könne auch mit dem Bus mitfahren, der in Richtung Ipoh fahre. Zu unserem Glück kam nicht mal 10 Minuten später einer vorbei. Witzigerweise rannte die Frau sofort auf uns zu und zeigte auf den Bus. Als wir am Bus ankamen, stand auch bereits der UBER Mann winkend davor und wies uns auf den Bus hin. Wenn die Malayen eins sind, dann freundlich und zuvorkommend – mehr als rührend!

Sonnenuntergang auf Pangkor am Strand

Der Busfahrer ließ uns nach 15 Minuten am StarShuttle Treffpunkt heraus. Von hier aus konnten wir nonstop zum Flughafen von Kuala Lumpur durchfahren. Erreichbar in 4 bis 5 Stunden und für 48 MYR (10,50 Euro). Von Lumut direkt gibt es nur die Möglichkeit, nach Kuala Lumpur City zu fahren. Hier hätte man allerdings in die Stadt rein- und wieder rausfahren müssen, um zum Flughafen zu kommen.

Schaukel am Strand von Pangkor

Nach 7 Stunden Fahrt zum Flughafen blieben uns nur die schönen Erinnerungen an Pangkor. Eine Insel, auf der man noch abschalten und entspannen kann. Ein kleiner einsamer Ort, mit Meer, ab und zu Sonne und viel leckerem frischen Essen. Und Palmen! Und frechen Affen!

Wart ihr schon einmal auf Pangkor oder Tioman?
Welche Insel hat euer Herz erobert?

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