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Infinite Summer


Städtetrip? Wie wär’s mit Barcelona?

Städtetrip? Wie wär’s mit Barcelona?

Im Frühling in die Sonne? Dann kann ich euch wärmstens Barcelona empfehlen. Mit Temperaturen um die 20 Grad und dem Meer zu den Füßen lassen sich wunderbar die ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen genießen. Das letzte Mal war ich vor 10 Jahren in Barcelona, umso spannender fand ich es daher nun, auf eine neue alte Entdeckungsreise zu gehen …

Vom Flughafen in die Stadt

Ich gehöre zu den Menschen, die sich einen Reiseführer kaufen (oder alte verstaubte aus dem Regal ziehen) und dann erst vor Ort herumblättern. Vorher habe ich keinen Sinn dafür. Vorher bin ich noch gar nicht da. Daher ist meine erste Quelle das Internet. So fand ich glücklicherweise auch die wichtigste Information vorab. Wie komme ich vom Flughafen in das Zentrum von Barcelona? Zug? Airportbus? Viel zu teuer. Die ultimative Lösung nennt sich T-10, eine kleine Karte für 10 Euro, die euch 10 Fahrten mit Bus, Tram und Metro ermöglicht. Statt 2,15 Euro für eine Einzelfahrt zahlt ihr so nur 1 Euro pro Fahrt (1 Stunde 15 Minuten gültig, mit Umsteigemöglichkeiten). Und das Beste daran? Diese Karte ist nicht personengebunden, zieht sie einfach nacheinander durch! Die T-10-Karte könnt ihr ganz schnell und einfach vor dem Flughafen im Tabakladen kaufen. Der Bus 46 in die Stadt fährt auf Level -1, auch nachts als N17, hinter dem Aerobus A1/A2 (der hin und zurück übrigens stolze 12 Euro kostet, ihr zahlt 2 Euro). Die Fahrt dauert ungefähr 50 Minuten und geht über Plaça d’Espanya bis Plaça de Catalunya.

Durch die Straßen von Barcelona treiben lassen …

Tag 1

Da unsere Unterkunft im Stadtviertel Sarrià gelegen war, haben wir uns am ersten Tag durch die Straßen Richtung Sagrada Família treiben lassen. Wer keine Lust auf volle Shoppingstraßen hat, kann hierbei ideal die Ruhe auf der Avinguda Diagonal genießen. Die Sagrada Família bergrüßte uns leider sehr verhüllt mit langen Schlangen an der Kasse. Wer hier rein möchte, sollte sich vorher um ein Ticket kümmern! Für uns ging es daher weiter, wir hatten Lust auf Meer! Meer! Meer! Da das Wetter leider nicht ganz so mitspielte, ließen wir uns durch Barceloneta treiben und spazierten am Port Vell, dem alten Hafen, entlang. Wer Lust auf Straßenmusiker oder Sangria für 2,50 Euro hat, ist hier an der richtigen Adresse. Für die Gewagten: Es lässt sich beides sogar kombinieren! Wenn euch danach noch nicht die Füße brennen, lässt es sich ganz gut durch die Gassen von Barri Gòtic, dem ältesten Stadtviertel Barcelons, schlendern. Neben den vielen kleinen versteckten Läden ist die Kathedrale noch ein Highlight. An Ostern findet auf diesen Straßen ein Umzug statt.

Straßenmusiker am Port Vell in Barcelona
Straßenmusiker am Port Vell in Barcelona

Tag 2

Barcelona ist geprägt von den Einflüssen Gaudís, ein must-see soll daher der Park Güell sein. Das hatten scheinbar sehr viele Menschen gehört. Mein Tipp daher: Ostern ist hierfür keine gute Idee, besonders nicht am Wochenende. Schon von der Metro-Station (Lesseps) aus war der Weg ein einziges Geschiebe. Auch im Park blieben die schönen Ecken verborgen, weil Schlangen umlaufen und Selfiestäben ausgewichen werden musste. Wir haben schnell das Weite gesucht.

Blick vom Park Güell über Barcelona
Blick vom Park Güell über Barcelona

Zurück ging es über die La Rambla, der Hauptstraße schlechthin zum Hafen. Ursprünglich hatten wir geplant mit der Seilbahn, der Teleférico, zum Montjuic zu fahren. Da bereits am Vortag eine riesige Schlange wartete und ich die Preise als alter Ski-Hase sehr heftig fand (16,50 Euro roundtrip, 11 Euro oneway), haben wir uns spontan dafür entschieden, den ca. 3 km langen Fußweg anzutreten. Auf die Idee kamen wenige, wir hatten den Weg teilweise für uns allein – ein Genuss nach all den Massen! Und dazu blauer Himmel! Oben erwartet euch das Castell de Montjuïc, für 3 bis 5 Euro Eintritt könnt ihr dieses besichtigen. Wer danach keine Kraft mehr für den Abstieg hat, kann ganz entspannt mit dem Bus 150 bis Plaça Espanya fahren. Hier zahlt sich die T-10-Karte wieder wunderbar aus! Auf dem Weg fahrt ihr vorbei am Olympiastadion. Als schönen Abschluss des Abends empfiehlt sich der Plaça d’Espanya mit dem Museu National d’Art de Catalunya und dem Brunnen Font Màgica, der abends in bunten Farben erstrahlen soll. Ab April wohl auch wieder regelmäßig!

Museu National d’Art de Catalunya am Plaça d’Espanya

Tag 3

Unser letzter Tag führte uns nochmal auf die Spuren Gaudís zur Passeig de Gràcia, um die Casa Milà und die Casa Batlló in Augenschein zu nehmen. Auch hier sei wieder empfohlen: besorgt euch die Tickets vorher! Ursprünglich wollte ich danach endlich zum Mercat de la Boqueria, osterbedingt war dieser leider geschlossen. Wenn nicht grad Feiertag oder Sonntag ist, täglich geöffnet! Schickt mir Photos! Da der Markt wie befürchtet ausfiel, ging es weiter zum Arc de Triomf. Endlich etwas, was mir aus der Vergangenheit bekannt vorkam! Von dort aus spontan Richtung Santa Maria del Mar, mit richtig leckerem Eis (2 Kugeln für 3,50 Euro – sonst überall 1 Kugel für 2,60 Euro) bei Farggi Borne! Wirklich lecker. Ich als altes Eismonster liiiebe Eis! Wenn das Wetter zum Strand einlädt, lasst euch einfach weiter zum Meer treiben.

Straßencafé in den Straßen von Barcelona
Straßencafé in den Gassen von Barcelona

Mein Highlight in Barcelona

Mit der ersten richtigen Sonne des Jahres mich durch die Gassen von Barri Gòtic treiben lassen – Spanien weckt dieses Gefühl von Urlaub, Urlaub, ganz viel bitte! Vielleicht nicht unbedingt an Ostern, aber generell im Frühling. Für die sonnendurstigen, die in Deutschland noch auf die wärmende Sonne warten und es kaum noch aushalten! Depression, adé!

Essenstipp

SandwiChez, hier schlägt das Herz höher für Müsli-Joghurt und Kaffee-Fans. Ein Cappucchino kostet gerade mal 1,60 Euro. Wer fernab von Touri-Hotspots Kaffee trinkt, wird auch bemerken, dass die Kaffeepreise generell sehr gering sind. Was bedeutet das? Noch meeehr Kaffee 🙂

Chocolate con Churros
Chocolate con Churros

Was unbedingt probiert werden sollte: ist eine Paella (Restaurant Can Ganassa, Barceloneta), Churros mit warmer Schokolade (mhhh) und nebst Sangria doch auch gern Tinto de Verano! Habe ich dank meiner Freundin in Valencia lieben gelernt. Kann ich nur weiterempfehlen!

Wie der Wein zu Spanien gehört, so sollte es kein Abenteuer ohne Paella geben!
Wie der Wein zu Spanien gehört, so sollte es kein Abenteuer ohne Paella geben!

Don’t go for it …

Was ich lieber vermeiden würde: All diese Warteschlagen (bucht vorher!), die Preise der Seilbahn (der Laufweg ist viel besser) und die Massen auf der Rambla. Lasst euch lieber durch die Gassen treiben, sonst entgehen euch die vielen schönen kleinen Läden und Cafés.

Und jetzt los!

Die Welt bietet so viele Orte für Entdecker, für Träumer, für Sehnsüchtige! Es muss nicht immer fern, ferner, bis zum Ende der Welt sein. Europa bietet unzählige schöne Ecken, die sich ideal für ein Wochenende aber auch für ein paar Tage anbieten. Für Wärmeliebhaber – wie mich – bieten sich hierfür besonders Spanien, Portugal und Italien an. Vielleicht habt ihr auch eher Lust auf einen Wochenendtrip nach Rom? Oder habt schon ganz andere Ecken schätzen gelernt? Feel free to share!

1 comment

  • Claudia

    Juli 12, 2016

    Ah so schön geschrieben! Fühle mich, als wäre ich gerade selbst da gewesen und hätte die kleinen Gassen erkundet 🙂

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